Abb. 01: Firmengründer Eduard Rademacher im Alter von 32 Jahren (Foto Archiv H.J. Rademacher)
Von der Landmaschinenreparatur zum Heizungsbau
Entstehungsgeschichte des Calauer Handwerksbetriebes Rademacher
Als Karl Robert Reinhold Eduard Rademacher, geboren 1874 in Radensdorf bei Lübben, am frühen Morgen des 19.April 1920 auf dem Calauer Bahnhof eintraf, hatten er und seine Reisebegleiter, seine Ehefrau Selma und seine drei Söhne Fritz, Erich und Hans, eine weite und anstrengende Reise hinter sich. Endlich war man in der Heimat angelangt und alles würde gut werden.
Seine Beschäftigung bei der Maschinenfabrik Peters in Culm /Westpreußen (heute Chelmno/ Polen) war seit Kriegsbeginn 1914 keine Freude mehr. Er arbeitete dort seit dem 1. April 1912 als Meister in der Schlosserei. Die Belegschaft der Fabrik bestand mehrheitlich aus polnischen Arbeitern. Während der Kriegsjahre wurden immer mehr Polen zum Wehrdienst abgezogen, die Ernährungslage wurde zusehends schlechter und der Arbeitswille der verbliebenen Arbeiter ließ viel zu wünschen übrig. Auch mussten Arbeiten, die früher Männer erledigten, zunehmend von Lehrlingen oder Frauen ausgeführt werden. So nahm der Arbeitsdruck in der von Eduard geführten Schlosserei immer mehr zu und im Allgemeinen auch der Widerstand der polnischen Bevölkerung.
Obwohl Eduard und seine Familie ein eigenes kleines Siedlungsgrundstück bewohnten und mit viel Liebe auch einen Garten bewirtschafteten, wurde der Wunsch nach einer Rückwanderung in die Heimat groß.

















